[Amtlicher Beitrag] Gedanken des Bürgermeisters – MB vom 05.06.2026
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
in der Gemeinderatssitzung am 21.05.2026 haben wir die überarbeitete Erhaltungs- und Gestaltungssatzung behandelt und beschlossen. In den letzten sechs Jahren haben wir bei den Sanierungsberatungen durch Frau Haines Erfahrungen im Umgang mit der aktuellen Version gesammelt. Diese führten zu kleineren Anpassungen und Klarstellungen.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Nutzung von PV auf den Dachflächen. Hier sind wir beim ersten Entwurf den damaligen Empfehlungen von Städtebauplanern und den Denkmalschutzbehörden gefolgt.
In der Zwischenzeit haben sich aufgrund von technischen Entwicklungen neue Möglichkeiten für eine harmonischere Integration von PV-Anlagen auf den Dächern im Ensemble ergeben. Es gibt auch neuere Gesetze, die den erneuerbaren Energien einen höheren Stellenwert beim Bauen einräumen.
Heute gibt es PV-Ziegel, die wie Biberschanzziegel einzeln verlegt werden können. Dazu gibt es auch entsprechende Abschluss- und Anschlussziegel, sodass eine homogene Dachfläche entsteht. Mithilfe solcher Mittel bleibt die beruhigende Wirkung der Dachlandschaft, die sehr gut von der Schnecke eingesehen werden kann, erhalten.
Das bisherige Förderprogramm, welches mit der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung aufgelegt wurde, haben wir nochmals erweitert. Es wurde in den letzten Jahren von den Hauseigentümern in Zusammenhang mit der Sanierungsberatung sehr gut angenommen.
Wir haben zum einen den gestiegenen Baukosten Rechnung getragen und den maximalen Förderbetrag um 25 % auf zukünftig 50.000 EUR erhöht. Auf der anderen Seite haben wir jetzt eine Förderung für die gesamte Maßnahme – also außen und innen – mit aufgenommen. Dadurch wollen wir weitere Möglichkeiten bei drohendem oder existierendem Leerstand geben, damit die Eigentümer von der Förderung profitieren.
Ich bin davon überzeugt, dass die Überarbeitung uns auch in den nächsten Jahren dabei unterstützen wird, das Ensemble charmant und lebenswert zu erhalten.
Gebaut ist schnell – aber die Pflege und der Erhalt benötigen auch Geld und Zeit.
Ihr
Wilfried Saak
1. Bürgermeister




