[Amtlicher Beitrag] Bericht über den Besuch aus Vernou-sur-Brenne im Juli 2026
Die Partnergemeinde von Sommerhausen, Vernou-sur-Brenne, gelegen in der Nähe von Tours im Loiretal, hat Sommerhausen mit 34 Gästen vom 16. – 20. Juli 2026 besucht. In 34 Jahren der Partnerschaft haben sich viele dauerhafte Freundschaften gebildet, aber auch neu hinzugekommene
Personen hatten ihre Freude am Besuch. Schon bei der Begrüßung nach der Ankunft am Donnerstagabend war zu spüren, dass sich hier Freundinnen und Freunde begegnen.
Das Motto „Geschichte entdecken – Begegnung erleben – Demokratie stärken“
durchzog die abwechslungsreichen Tage.
In beiden Gemeinden gab es in diesem Jahr Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen und zu aller Freude waren auch die deutschen und französischen Gremien gut vertreten. Die beiden Bürger
meister, Wilfried Saak aus Sommerhausen und Victorien Devallee aus Vernou-sur-Brenne, bekräftigten die große Bedeutung der Partnerschaft, auch für den Bestand von gesellschaftlichem Zusammenhalt und Stärkung der Demokratie.
In einer gemeinsamen Sitzung der beiden Vereinsvorstände mit den Bürgermeistern wurde deutlich, dass die Partnerschaft auch für die Zukunft gerüstet ist, besonders wenn sich noch mehr jüngere Personen einbringen und mit neuen Ideen wiederum weitere Personen mitreißen.
Das Programm des Besuches könnte schon werbewirksam in diese Richtung weisen.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Stadt Würzburg. Eine eineinhalbstündige Führung in der Residenz zeigte die fürstbischöfliche Pracht, aber auch das damalige Regierungssystem, das keineswegs demokratisch war. Der Nachmittag gehörte kleinen Gruppen, die individuell die Sehenswürdigkeiten Würzburgs besichtigten und nicht vergaßen, den Gedenkraum für den verheerenden
Angriff auf Würzburg am 16. März 1945 im Rathaus zu besichtigen und an die Folgen der Diktatur zu erinnern.
Als starker Kontrast hierzu wurde am Abend das Kilianifest besucht. Gäste und Gastgeber hatten sichtlich viel Freude dabei.
Am Samstag stand die Fahrt auf die 950m hohe Wasserkuppe in der Rhön an. Individuell konnte jeder entscheiden, was ihm dort wichtig zu besichtigen war. Besonderes Interesse erregte das Radom mit seiner militärhistorischen Geschichte während der Zeit des Kalten Krieges, als die Amerikaner dort stationiert waren, das ehemalige Antennendeck mit einem Durchmesser von 18,6 Metern und einer einzigartigen Akustik. Aber auch die Aussicht auf die herrliche Umgebung und die Geschichte des Segel- und Modellfluges fand großes Interesse.
Diesem eindrucksvollen Tag folgte das „gesellschaftliche Highlight“ der Besuchstage: eine „Soirée en blanche“, d.h. alle sollten möglichst zumindest ein weißes Oberteil tragen, um der Veranstaltung ein besonderes Flair zu verleihen.
Nach eindrücklichen Reden der beiden Bürgermeister und Vereinsvorsitzenden, die den Wert der Freundschaft zwischen den Gemeinden, aber auch zwischen
einzelnen Personen, hervorhoben und die Wichtigkeit für den Bestand unserer Demokratie herausstellten, ging es hinein in den Festsaal, der wunderbar dekorierten Werkstatt der Schreinerei Supp.
Nach einem schmackhaften Fingerfood-Buffet durften sich die Gäste über eine besondere Überraschung freuen. Eine Gruppe des Partnerschaftsvereins hatte den in Frankreich äußerst beliebten Tanz „Madison“ eingeübt, den die französischen Freundinnen und Freunde oft schon für uns aufgeführt hatten.
Alle Gäste waren davon begeistert, dass so die Wertschätzung zum Ausdruck gebracht wurde und dies hat die herzliche Beziehung noch mehr gestärkt. Auch war es der Auftakt zu einer wunderbaren Tanzparty, die allen großen Spaß gemacht hat, denn Musik und Tanz verbindet, auch wenn man vielleicht nicht ganz sattelfest in der jeweils anderen Sprache ist.
Der Sonntag führte uns dann in die nähere Umgebung nach Marktsteft zum „Alten Hafen“. Der sehr schön restaurierte älteste Binnenhafen Bayerns, wurde uns von Architekt Fritz Staib in anschaulicher Weise nähergebracht. Durch den Hafen hatten die Ansbacher Markgrafen ein „Tor zur Welt“ mit Zugang zum Welthandel über Main, Rhein und Nordsee. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges wurden über 5000 Soldaten nach Amerika zum Kämpfen vermietet – die wenigsten kamen zurück. Die heutige Nutzung als Inklusions-Restaurant und -Hotel und Standort der Kitzinger Umweltstation weist in die Zukunft. Fränkische Spezialitäten zum Mittagessen rundeten diesen in
formativen Vormittag ab.
Danach fuhren die französischen Gäste und einige der deutschen Gastgeber mit der „Nixe“ von Ochsenfurt nach Marktbreit und zurück und genossen diese Attraktion.
Ein geselliger Abend in den Familien beschloss die gemeinsam verbrachten Tage.
Alle, die diesen Besuch miterlebt haben, sind sich einig in der Freude auf das Wiedersehen beim Gegenbesuch in Vernou-sur-Brenne an Pfingsten 2027.
… Und wenn Sie nun neugierig auf die Sommerhäuser Partnerschaft mit Vernou geworden sind?
Dann: Herzliche Einladung zum Bremserabend am 25. Sept., 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses
Sommerhausen mit Fotos und Erzählungen über den diesjährigen Besuch aus Vernou – siehe gesonderte Einladung in diesem Mitteilungsblatt. Wir freuen uns auf Sie!
Mitteilungsblatt 11.9.2026 – Besuch aus Vernou 2026
Partnerschaftsverein



