Entwicklungen von Fairtrade-Produkten auf dem deutschen Markt 2022

2022 ging der Absatz von Fairtrade-Kaffee um 2% zurück, liegt aber mit abgesetzten 24.000 t Röstkaffee über dem Vor-Pandemie Niveau von 2019. Der Bio-Anteil von fairem Kaffee in Deutschland liegt bei 72%.

Trotz hoher Weltmarktpreise sorgten Arbeitskräftemangel und stark gestiegene Produktionskosten 2022 für sinkende Einkommen bei den Produzent*innen. Fairtrade legte Referenzpreise für existenzsichernde Einkommen für Kaffeebäuer*innen aus Honduras, Uganda und Indonesien fest. Außerdem erhöhte Fairtrade die Mindestpreises für Kaffee: um 19% für Robusta- und 29% für Arabica-Kaffeesorten. Die neuen Preise treten ab August 2023 in Kraft.

Die Absätze von Fairtrade-Rosen gingen 2022 um 23% zurück. Dies spiegelt den Einbruch des Gesamtmarktes wider. Der Marktanteil von Fairtrade-Rosen bleibt bei 33%.

Das Jahr 2022 stellte die Blumenfarmen vor große Herausforderungen: Absatzeinbrüche bei steigenden Kosten für Düngemittel und Frachtkosten führten zu signifikanten finanziellen Verlusten. Gleichzeitig steigen durch die globale Inflation Druck und Notwendigkeit, die Löhne der Arbeiter*innen anzuheben.

 


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